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Urethraverletzungen bei Männern

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Definition:
Die Urethraverletzungen bei Männern werden in vordere und hintere Verletzungen unterteilt. Vordere Verletzungen sind häufig stumpfe oder penetrierende Verletzungen, die hinteren entstehen häufig aufgrund instabiler Beckenfrakturen.
Häufigkeit:
Urethraverletzungen sind selten, am häufigsten kommen die hinteren Verletzungen vor (oft die Folge eines Verkehrsunfalls). Iatrogene Verletzungen im Zusammenhang mit einer Katheterisierung werden in diesem Dokument nur kurz angesprochen.
Symptome:
Als Symptome sind lokale Schmerzen, Hämaturie oder Blutungen aus der Urethra, Schmerzen beim Wasserlassen, reduzierter Harnstrahldruck und Harnretention zu beobachten.
Befunde:
Anzeichen einer Verletzung sind Blut im Meatus, unzureichende Blasenentleerung, hochstehende Prostata, zuweilen Anzeichen von Begleitverletzungen (z. Beckenfraktur).
Diagnose:
Ein retrogrades Urethrogramm ist die zuerst vorzunehmende Untersuchung bei Urethraverletzungen, nicht eine CT- oder MRT-Untersuchung.
Behandlung:
Operative Behandlung. Ziel der Behandlung ist, möglichst schnell einen normalen Harnfluss wiederherzustellen (um gesundheitsschädliche Extravasation zu vermeiden), möglichst gute Voraussetzungen für eine Heilung zu schaffen sowie Strikturenbildung zu verhindern.
  • Steinar J. Karlsen, tidligere klinikksjef og professor dr. med., Oslo Urologiske Universitetsklinikk, Aker universitetssykehus helseforetak og Universitetet i Oslo
  • Anders Angelsen, overlege dr med, Urologisk avdeling, St. Olavs Hospital, og førsteamanuensis, Inst for kreftforskning og molekylær medisin, NTNU, Trondheim