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Azoospermie

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Definition:
Eine Azoospermie liegt vor, wenn in mindestens zwei Spermaproben keine Spermien im Ejakulat nachgewiesen werden.
Häufigkeit:
Ca. 1 % aller Männer betroffen, bei Männern mit Fertilitätsstörungen bis zu 10 %.
Symptome:
Unerfüllter Kinderwunsch; Anamneseerhebung essenziell.
Befunde:
In der Regel unauffälliger körperlicher Untersuchungsbefund, evtl. Hinweise auf eine genetisch bedingte Erkrankung (Klinefelter-Syndrom, Mukoviszidose).
Diagnostik:
Als Untersuchungsmethoden werden Hormonanalysen und ggf. eine humangenetische Untersuchung eingesetzt.
Therapie:
Ursachenbezogen. Bei Kinderwunsch ggf. invasive Gewinnung von Spermien aus dem Hoden. Werden bei der Untersuchung reife Samenzellen entdeckt, kann zu einem späteren Zeitpunkt eine In-vitro-Fertilisation mittels intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) durchgeführt werden.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Gesa Hansen-Prenz, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Jesteburg