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Shigellen-Infektion

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Definition:
Die Shigellen-Dysenterie (Shigellose, bakterielle Ruhr) ist eine äußerst ansteckende Darminfektion, sie variiert zwischen leichten Verlaufsformen mit geringer wässriger Diarrhö und schweren Erkrankungen mit Fieber, Koliken, Tenesmen, blutiger und eitriger Diarrhö. Es besteht Meldepflicht.
Häufigkeit:
Weltweit werden jährlich über 200 Mio. Menschen infiziert. In Deutschland werden jährlich zwischen 300 und 1.000 Fälle dem RKI gemeldet, häufig von Reisenden importiert.
Symptome:
Das Krankheitsbild, oft wässriger Durchfall, hängt vom Bakterientyp ab: S. dysenteriae und S. boydii führen zu schweren Symptomen (oft blutig), während S. flexneri und S. sonnei eine meist leichtere Erkrankung bedingen.
Befunde:
Die klinischen Befunde hängen vom Schweregrad ab. Häufig Anzeichen einer Dehydratation. Warnsymptom blutige Diarrhö, das bei Kindern zu einer umgehenden Krankenhauseinweisung führen sollte.
Diagnostik:
Die Diagnose wird mittels Stuhlkultur gestellt.
Therapie:
Bei nachgewiesener Shigellen-Infektion erfolgt die Behandlung mit Antibiotika nach Antibiogramm. Rehydratation. Präventive Maßnahmen, um eine Weiterverbreitung zu vermeiden.
  • Caroline Beier, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg
  • Birgit Wengenmayer, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Freiburg
  • Bo Svenungsson, docent och överläkare, Smittskydd Stockholm
  • Terje Johannessen, professor i allmennmedisin, Institutt for samfunnsmedisinske fag, Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet, Trondheim