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Obstipation bei Erwachsenen

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Definition:
Chronische Obstipation bei unbefriedigender Stuhlentleerung über > 3 Monate mit u. a. starkem Pressen, hartem Stuhl, Notwendigkeit manueller Manöver zur Entleerung und < 3 Stuhlgängen pro Woche. Einteilung in primäre (funktionelle) und sekundäre (organische) Form.
Häufigkeit:
Etwa 5 % der deutschen Bevölkerung betroffen, insbesondere Frauen und ältere Personen > 65 Jahre.
Symptome:
Unbefriedigende Stuhlentleerung.
Befunde:
Bei primärer Obstipation meistens klinisch unauffällig. Teilweise Kotstein bei digital-rektaler Untersuchung palpabel.
Diagnostik:
Basisdiagnostik aus Anamnese und körperlicher Untersuchung inkl. digital-rektaler Untersuchung. Bei Warnsymptomen oder auffälligen Befunden weiterführende Diagnostik inkl. Labor, Ileokoloskopie und Sonografie Abdomen.
Therapie:
Therapie abhängig von Art der Obstipation. Allgemeinmaßnahmen mit ausreichender Trinkmenge, körperlicher Aktivität und Zufuhr von Ballaststoffen. Zusätzlich medikamentöse Stufentherapie mit Kombination unterschiedlicher Medikamente möglich.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung Allgemeinmedizin, Frankfurt a. M.