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Postoperative peritoneale Adhäsionen

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Definition:
Intraperitoneale Adhäsionen (intraabdominale Verwachsungen) können nach Operationen im Bereich der Bauchhöhle entstehen und sind eine Folge von Gewebeschädigungen und deren Heilung.
Häufigkeit:
Sie entstehen bei bis zu 95 % der Patient*innen, die sich einer Bauchoperation (Laparotomie) unterzogen haben.
Symptome:
Verwachsungen können zu Schmerzen, Infertilität oder Darmverschlüssen führen.
Befunde:
Klinische Befunde hängen vom Schweregrad des Zustands ab. Adhäsionen verursachen mehr als 65 % aller Fälle von Dünndarmileus.
Diagnostik:
Bildgebende Verfahren, v. a. Sonografie und CT; Die endgültige Diagnose kann erst intraoperativ gestellt werden.
Therapie:
Es gibt kaum erfolgsversprechende therapeutische Maßnahmen. Wichtigste Maßnahme ist die Prävention von Adhäsionen.
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  2. Brüggmann D, Tchartchian G, Wallwiener M, Münstedt K, Tinneberg HR, Hackethal A. Intraabdominale Adhäsionen - Definition, Entstehung, Bedeutung in der operativen Medizin und Möglichkeiten der Reduktion. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(44): 769-75; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0769 www.aerzteblatt.de  
  3. ten Broek RPG, Issa Y, van Santbrink EJP, et al. Burden of adhesions in abdominal and pelvic surgery: systematic review and meta-analysis. BMJ 2013; 347: f5588. BMJ (DOI)  
  4. Gutt CN, Oniu T, Schemmer P et al. Fewer adhesions induced by laparoscopic surgery? Surg Endosc 2004; 18: 898-905. PubMed  
  • Franziska Jorda, Dr. med., Fachärztin für Viszeralchirurgie, Ärztin in Weiterbildung Allgemeinmedizin, Kaufbeuren