Zum Hauptinhalt springen

Zöliakie

Zuletzt aktualisiert:

Zuletzt überarbeitet:

Zuletzt überarbeitet von:



Definition:
Zöliakie ist eine genetisch bedingte, chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des Darms, die sich beim Konsum von glutenhaltigen Nahrungsmitteln manifestiert. Dabei werden die Darmzotten der Dünndarmschleimhaut geschädigt.
Häufigkeit:
0,3 % der europäischen Bevölkerung leiden an Zöliakie, aber die Anzahl der Patienten mit einer nicht diagnostizierten Zöliakie ist wahrscheinlich höher. Die Zöliakie tritt meist im Säuglings- und Kleinkindalter das 1. Mal auf, kann aber in jedem Alter diagnostiziert werden.
Symptome:
Die meisten Betroffenen mit Zöliakie sind symptomfrei (5 von 6), aber gastrointestinale Symptome und Symptome aufgrund von Malabsorption (z. B. Wachstumsverzögerung und Anämie) können auftreten.
Befunde:
Meist liegt kein klinischer Befund vor. Es können Anzeichen einer Malabsorption, einer Maldigestion (wie Wachstumsverzögerung) oder Dermatitis herpetiformis Duhring (Hautmanifestation bei Zöliakie) festgestellt werden.
Diagnostik:
Serologische Tests auf Antikörper gegen Transglutaminase oder Endomysium. Für die Diagnose ist meist eine Dünndarmbiopsie notwendig.
Therapie:
Lebenslange glutenfreie Ernährung. Vitaminpräparate können zur Vorbeugung von Mangelerkrankungen eingenommen werden.
  • Marlies Karsch-Völk, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München
  • Lars Stenhammar, docent och överläkare, Barn- och ungdomskliniken, Vrinnevisjukhuset, Norrköping
  • Remy Waardenburg, ST-läkare, Stockholm
  • Kurt Østhuus Krogh, specialist i barnsjukdomar, Barne- og ungdomsklinikken, St. Olavs Hospital, Trondheim