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Hepatitis A

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Definition:
Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-A-Virus (HAV) verursacht wird. HAV ist ein RNA-Virus aus der Familie der Picornaviren. Die Übertragung erfolgt fäkal-oral.
Häufigkeit:
Jährliche Inzidenz in Deutschland ca. 1,3 Erkrankungen pro 100.000 Einw.
Symptome:
Prodromalphase mit grippeähnlichen Beschwerden. Anschließend Ikterus, Oberbauchbeschwerden, Juckreiz, dunkler Urin, entfärbter Stuhl. Dauer der ikterischen Phase wenige Tage bis mehrere Wochen. Bei Kleinkindern oft asymptomatisch oder milder Verlauf. Mit zunehmendem Alter oder vorgeschädigter Leber häufiger schwerere Verläufe bis zur fulminanten Hepatitis.
Befunde:
Ikterus, Hepatomegalie, teilweise Splenomegalie.
Diagnostik:
Labor:Erhöhung von Bilirubin und Transaminasen. Definitive Diagnose der akuten Infektion durch Nachweis von Anti-HAV-IgM.
Therapie:
Symptomatisch, eine spezifische Therapie steht nicht zur Verfügung. Abgesehen von seltenen letalen Verläufen (fulminante Hepatitis A) heilt die Erkrankung regelhaft aus, keine chronischen Verläufe. Postexpositionsprophylaxe von Kontaktpersonen durch Impfung und evtl. Immunglobulingabe.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.