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Hepatitis B

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Definition:
Durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) ausgelöste akute oder chronische Entzündung der Leber. Bei Erwachsenen heilt die Mehrzahl der akuten Infektionen aus, bei bis zu 10 % der Patient*innen kommt es zur Chronifizierung (HBsAg > 6 Monate nachweisbar) mit chronischer Hepatitis oder chronischem Trägerstatus ohne klinische Aktivität.
Häufigkeit:
Prävalenz von akuten oder chronischen Infektionen in Deutschland 0,3 %. Inzidenz von 8.903 Fällen von Hepatitis B in Deutschland im Jahr 2019.
Symptome:
1/3 der Infektionen verläuft asymptomatisch. 1/3 verläuft anikterisch mit Allgemeinsymptomen wie Antriebslosigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit, abdominelle Beschwerden/Durchfall, Gelenkschmerzen. 1/3 der Infektionen mit Entwicklung eines Ikterus.
Befunde:
Ggf. Ikterus, Hepatomegalie, seltener Splenomegalie, Lymphadenopathie, Urtikaria.
Diagnostik:
Neben Anamnese (Risikogruppe?) und klinischem Befund umfasst die Diagnostik klinische Chemie (Transaminasen, Leberfunktionsparameter) und Serologie (initiales Screening mittels HBs-Ag und Anti-HBc).
Therapie:
Bei akuter Hepatitis B nur supportive Therapie. Die chronische Hepatitis B wird mit Interferon-alpha oder Nukleos(t)idanaloga behandelt. Bei Leberversagen Transplantation als Therapieoption.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung, Innere Medizin, Frankfurt
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.