Zum Hauptinhalt springen

Ulkuskrankheit (Magen- und Duodenalgeschwüre)

Zuletzt revidiert:
Zuletzt revidiert von:


Definition:
Schleimhautschäden im Bereich von Magen (Ulcus ventriculi) oder Zwölffingerdarm (Ulcus duodeni), die bis in die Submukosa reichen und einen Diameter von > 5 mm aufweisen. Häufigste Ursachen sind eine Infektion durch Helicobacter pylori und Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR).
Häufigkeit:
Lebenszeitprävalenz ca. 5–10 %.
Symptome:
Variierende Symptome mit geringer Sensitivität und Spezifität: epigastrischer Schmerz, Völlegefühl, Übelkeit. Häufig nächtliche Beschwerden.
Klinische Befunde:
Keine spezifischen klinischen Befunde.
Diagnostik:
Diagnosestellung durch Gastroskopie. Nachweis einer Helicobacter-pylori-Infektionen durch invasive oder nichtinvasive Tests.
Therapie:
Eradikation einer H.-pylori-Infektion. Gabe von Protonenpumpeninhibitoren, möglichst Beenden einer NSAR-Therapie.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.
  • Guido Schmiemann, Dr. med., Facharzt für Allgemeinmedizin, Bremen (Review)