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Stuhlinkontinenz (Analinkontinenz)

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Definition:
Stuhlinkontinenz ist das unfreiwillige Austreten von Stuhl, meist durch altersbedingtes Nachlassen der Sphinkterfunktion. Bei Frauen häufig Folge einer Verletzung der Schließmuskulatur bei der Entbindung.
Häufigkeit:
Tritt bei bis zu 10 % der älteren Menschen auf.
Symptome:
Die Symptome können von Flatusinkontinenz, minimalem Austreten von Stuhl und Schwierigkeiten bei der Reinigung bis zur wiederholten Enkopresis reichen.
Befunde:
Evtl. verminderter Sphinktertonus, herabgesetzter oder fehlender Analreflex, anale Erkrankungen wie Hämorrhoiden, Analekzem, Z. n. Dammriss.
Diagnostik:
Anamnese, Inspektion und digitale Untersuchung von Anus und Rektum, anorektale Endosonografie, ggf. weiterführende Bildgebung.
Therapie:
An erster Stelle steht die Behandlung der Inkontinenzursache, z. B. die chirurgische Versorgung eines Dammrisses. Zur symptomorientierten Behandlung chronischer Inkontinenz genügen dagegen meist allgemeine Maßnahmen wie Ernährungsumstellung, Toilettentraining, Analpflege und Physiotherapie, ggf. ergänzt durch Biofeedback und anale Elektrostimulation. Seltener sind invasive Verfahren angezeigt, wie Neurostimulation oder Implantation von Füllstoffen.

Allgemeine Informationen

Definition

Häufigkeit

Ätiologie und Pathogenese

Prädisponierende Faktoren

ICPC-2

ICD-10

Diagnostik

Diagnostische Kriterien

Differenzialdiagnosen

Anamnese

Klinische Untersuchung

Diagnostik bei Spezialist*innen

Indikationen zur Überweisung

Therapie

Therapieziele

Allgemeines zur Therapie

Medikamentöse Therapie

Biofeedback und Elektrostimulation

Analtampons

Operative Therapie

Prävention

Patienteninformationen

Patienteninformationen in Deximed

Beratung und Selbsthilfe

Video

Quellen

Leitlinien

Literatur

Autor*innen

  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg