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Wernicke-Korsakow-Syndrom

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Definition:
Die Wernicke-Enzephalopathie und das Korsakow-Syndrom sind neurologische Erkrankungen, die in Folge eines Mangels an Vitamin B1 (Thiamin) auftreten.
Häufigkeit:
Prävalenz von etwa 1–3 %, überwiegend bei Menschen mit Alkoholabhängigkeit; hohe Dunkelziffer.
Symptome:
Wernicke-Enzephalopathie: Akutes Syndrom mit Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Okulomotorikstörung und Koordinationsstörung. Korsakow-Syndrom: anhaltende Gedächtnisstörungen und Konfabulationen.
Befunde:
Desorientiertheit, Bewusstseinsminderung, Nystagmus, Augenmuskellähmungen, Ataxie und reduziertes Bewusstsein; bei Korsakow-Syndrom Amnesie und Konfabulationen.
Diagnostik:
Routinemäßige Labordiagnostik, zerebrale Bildgebung (v. a. MRT).
Therapie:
Initial intravenöse, im Verlauf orale Substitution von Vitamin B1 (Thiamin), Behandlung der Ursache der Mangelernährung (meist Alkoholabhängigkeit).
  • Jonas Klaus, Arzt in Weiterbildung, Neurologie, Freiburg im Breisgau
  • Terje Johannessen, professor i allmennmedisin, redaktør NEL