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Anstrengungsinduzierte Kopfschmerzen

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Definition:
Im Zusammenhang mit körperlicher Anstrengung hervorgerufene Kopfschmerzen. Klassifiziert als primäre Kopfschmerzform ohne zugrunde liegende Erkrankung.
Vorkommen:
Prävalenz: etwa 1–10 %. Erstmanifestation im jungen Erwachsenenalter.
Symptome:
Der Kopfschmerz ist in der Regel pulsierend, bilateral und zumeist im Hinterkopf lokalisiert und tritt im Gefolge körperlicher Anstrengung auf.
Befunde:
Keine krankheitsspezifischen neurologischen Befunde.
Diagnostik:
Beim ersten Auftreten ist eine stationäre Einweisung indiziert, um eine Subarachnoidalblutung oder eine arterielle Dissektion auszuschließen. Bei wiederholtem Auftreten sind weitere Bildgebungen nicht notwendig.
Therapie:
Wichtigster Therapieansatz ist das Unterlassen der den Kopfschmerz provozierenden Aktivitäten. Wenn dies nicht möglich ist, können Indometacin, NSAR oder Propranolol (off label) prophylaktisch eingenommen werden. Ein Großteil der Patienten spricht auf Indometacin therapeutisch gut an. Die Prognose ist gut. Die Beschwerden verschwinden im Verlauf in der Regel von alleine. 
  • Caroline Beier, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, universitetslektor, institutt for sammfunsmedisinske fag, NTNU, redaktør NEL
  • Elisabet Waldenlind, docent och överläkare, Neurologiska kliniken, Karolinska universitetssjukhuset (Medibas)