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Myasthenia gravis

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Definition:
Autoimmune neuromuskuläre Erkrankung, bei der die Impulsübertragung vom Nerv zum Muskel gestört ist.
Häufigkeit:
Die Prävalenz beträgt ca. 15–180 pro 100.000.
Symptome:
Verursacht Schwäche und schnelle Ermüdung der quergestreiften Muskulatur.
Befunde:
Anfangs meist nur okuläre Symptome: Ptose und Doppelbilder. Bei generalisierter Myasthenie kommen später Kraftminderung und pathologische Ermüdbarkeit der Skelettmuskulatur sowie evtl. auch der Schlund- und Atemmuskulatur hinzu.
Diagnostik:
Antikörper gegen Acetylcholinrezeptoren (AChR) sind bei 85 % positiv. Elektromyografie (EMG) ist pathologisch. Cholinesterase-Hemmtest ist positiv.
Therapie:
Cholinesterase-Inhibitoren stellen die wichtigste symptomatische Basistherapiemaßnahme dar. Pyridostigmin-Bromid ist das Medikament der Wahl für die orale Langzeitbehandlung.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg