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Fazialisparese

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Definition:
Gesichtslähmung durch eine Schädigung des 7. Hirnnervs (N. VII), kann zentral oder peripher auftreten.
Häufigkeit:
Periphere Lähmungen bei idiopathischer Fazialisparese treten jährlich bei 7‒40 von 100.000 Personen auf. Bei Kindern findet sich häufig eine Neuroborreliose als Ursache. 
Symptome:
Sprech- und Essschwierigkeiten sowie Schwierigkeiten beim Schließen des Auges.
Befunde:
Häufig Lähmung mit herabhängendem Mundwinkel. Augenlid, -brauen und Stirn sind nur bei einer peripheren Lähmung betroffen.
Diagnostik:
Die Diagnose wird klinisch gestellt, Zusatzuntersuchungen je nach Genese und Verlauf.
Therapie:
Kortikosteroide bei idiopathischer Fazialisparese. Antivirale Therapie erwägen (bei den idiopathischen Formen vermutlich nur geringer Benefit, bei Zoster oticus mit Fazialisparese jedoch umgehender Behandlungsbeginn), Antibiotika bei Borreliose, ansonsten angepasst an die Ursache.
  • Caroline Beier, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg
  • Günter Ollenschläger, Prof. Dr. Dr. med., Professor für Innere Medizin, Uniklinikum Köln
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, universitetslektor, institutt for sammfunsmedisinske fag, NTNU, redaktør NEL
  • Rune Midgard, dr. med., overlege og førsteamanuensis II, Nevrologisk avdeling, Helse Nordmøre og Romsdal HF, Molde sjukehus og Enhet for anvendt klinisk forskning, NTNU