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Diabetische Neuropathie

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Definition:
Eine diabetische Neuropathie ist eine Komplikation des Diabetes mellitus und bezeichnet eine Schädigung der Nervenfasern des peripheren Nervensystems. Die häufigste Manifestation ist eine distale symmetrische sensomotorische Polyneuropathie.
Häufigkeit:
Die Prävalenz steigt mit zunehmendem Alter und länger bestehender Diabetes-Erkrankung. Die Prävalenz liegt bei Typ-1-Diabetes im Bereich von 8–54 % und bei Typ-2-Diabetes bei 13–46 %.
Symptome:
Häufig subklinischer und schleichender Beginn. Frühe Symptome sind sensible Reizerscheinungen (Kribbeln, Brennen), Taubheitsgefühle und Schmerzen.
Befunde:
Klinische Befunde können reduziertes Berührungsempfinden, reduzierte Vibrationsempfindung und abgeschwächte Muskeleigenreflexe sein. Als Folge zeigen sich häufig schmerzlose Wunden und Verletzungen an den Füßen.
Diagnostik:
Neuropathie-Screening mit Muskeleigenreflexen, Monofilament- und Stimmgabeltest. Basisuntersuchung mit ausführlicher neurologischer Untersuchung, weitere Diagnostik bei atypischen Befunden oder zum Ausschluss von Differenzialdiagnosen.
Therapie:
Die diabetische Polyneuropathie ist nicht reversibel. Optimale Blutzuckereinstellung und Lebensstilmodifikation (Bewegung, Gewichtsabnahme, Alkohol- und Rauchverzicht), um Progredienz zu verhindern. Die symptomatische Therapie (z. B. medikamentöse Schmerztherapie) richtet sich nach der Art der Beschwerden und zielt auf eine Verbesserung der Lebensqualität ab.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung, Innere Medizin, Frankfurt
  • Jonas Klaus, Arzt, Freiburg im Breisgau