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Glossopharyngeusneuralgie

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Definition:
 Kurze, starke, einschießende Schmerzattacken im Versorgungsgebiet des Nervus glossopharyngeus und ggf. des Nervus vagus
Epidemiologie:
Inzidenz: 0,7 pro 100.000, zunehmend mit steigendem Alter, unabhängig vom Geschlecht
Symptome:
 Paroxysmale Anfälle von meist einseitigen, starken, brennenden, einschießenden Schmerzen im Versorgungsbereich des N. glossopharyngeus und ggf. der aurikulären und pharyngealen Äste des N. vagus. Vereinzeltes Auftreten von synkopalen Episoden, Hypotonie, Bradykardie oder Asystolie möglich. Getriggert durch Schlucken, Sprechen, Husten, Gähnen oder Berührung.
Befund:
Klassische Glossopharyngeusneuralgie zeigt sehr selten neurologische Ausfälle. Bei der sekundären Form sind Sensibilitätsstörungen wahrscheinlicher.
Diagnostik:
 Klinische Diagnosestellung. Es sollte immer eine MRT zur Ursachensuche erfolgen.
Therapie:
Medikamentöse Therapie zur Symptomlinderung. Alternative zu konservativer Behandlung bei unzureichender oder nachlassender Wirksamkeit sowie intolerablen Nebenwirkungen sind operative Verfahren. Goldstandard ist hier die mikrovaskuläre Dekompression.
  • Katja Luther, Ärztin in Weiterbildung Allgemeinmedizin, Berlin
  • Tor Ansved, docent och specialist, Neurology clinic, Sophiahemmet, Stockholm
  • Terje Johannessen, professor i allmänmedicin, Institutt for samfunnsmedisinske fag, Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet, Trondheim
  • Espen Dietrichs, professor och avdelningsöverläkare, Universitetet i Oslo og Nevrologisk avdeling, Rikshospitalet, Oslo