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Guillain-Barré-Syndrom (GBS)

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Definition:
Akut oder subakut verlaufende, häufig postinfektiös auftretende Polyneuritis im Bereich der Rückenmarkswurzeln und der peripheren Nerven.
Häufigkeit:
0,9‒1,9 Fälle pro 100.000 Personen pro Jahr.
Symptome:
Plötzlich auftretende Schwäche, Taubheitsgefühl, Parästhesien und Schmerzen in den Extremitäten, symmetrisch lokalisiert.
Befunde:
Paresen und abgeschwächte Reflexe, Störungen des vegetativen Nervensystems, seltener eingeschränkte periphere Sensibilität.
Diagnostik:
Klinische Diagnose, die durch Liquoruntersuchungen und elektrophysiologische Messungen der Nervenleitung bestätigt wird.
Therapie:
Krankenhausaufenthalt mit Überwachung der Vitalfunktionen. Gleichwertige Behandlungsalternativen sind intravenöses Immunglobulin oder eine Plasmapherese. Glukokortikoide sind bei den häufigsten Varianten nicht indiziert.
Prognose:
Funktionseinschränkungen bilden sich in der Remissionsphase nur langsam und bei Erwachsenen häufig unvollständig zurück. Bei Kindern mit GBS ist die Langzeitprognose jedoch besser.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Caroline Beier, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, universitetslektor, institutt for sammfunsmedisinske fag, NTNU, redaktør NEL
  • Espen Dietrichs, professor og avdelingsoverlege, Universitetet i Oslo og Nevrologisk avdeling, Rikshospitalet, Oslo