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Trigeminusneuralgie

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Definition:
Kurze, starke, stromstoßartige Schmerzattacken, beschränkt auf das Gebiet des N. trigeminus.
Häufigkeit:
Prävalenz in Deutschland etwa 17 pro 10.000 Personen, mit Alter zunehmend.
Symptome:
Paroxysmale Anfälle von intensiven, kurzen, scharfen, blitzartigen Schmerzen im Versorgungsbereich eines oder mehrerer Trigeminusäste.
Befunde:
Bei klassischer Trigemeninusneuralgie meist klinisch unauffälliger Befund. Bei sekundärer Trigemeninusneuralgie oft Sensibilitätsstörungen und Zeichen der Grunderkrankung.
Diagnostik:
Klinische Diagnosestellung. Immer cMRT zur Ursachensuche.
Therapie:
Medikamentöse Basistherapie zur Symptomlinderung und Anfallsprophylaxe mit Carbamazepin. Akuttherapie mit Phenytoin intravenös. Bei nicht ausreichender medikamentöser Wirksamkeit invasive Verfahren. Goldstandard bei klassischer Trigeminusneuralgie dann mikrovaskuläre Dekompression.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung Allgemeinmedizin, Frankfurt a. M.