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Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

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Definition:
Ein Syndrom, das mit einem schwerwiegenden und anhaltenden Gefühl der Erschöpfung sowie verschiedenen Zusatzsymptomen einhergeht. Es existieren viele Synonyme, z. B. chronisches Müdigkeitssyndrom, CFS/ME, systemische Belastungsintoleranzerkrankung (SEID) oder Post-Exertional Malaise (PEM). Die Ätiologie ist ungeklärt. Der Verlauf ist heterogen und immer individuell zu erheben. Die Existenz des CFS als eigene Krankheitsentität ist kontrovers.
Häufigkeit:
Die Prävalenz liegt je nach Diagnosekriterien und Altersgruppe bei 0,002–2,5 % der Bevölkerung. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Auch ethnische Minderheiten, sozial Benachteiligte und Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.
Symptome:
Das Hauptsymptom ist eine anhaltende Erschöpfung nach Anstrengung, die zu einer wesentlichen funktionellen Einschränkung führt und sich nicht auf normale Weise durch Ruhe bessert. Die Symptome haben zu einem konkreten Zeitpunkt begonnen, bestehen seit mindestens 6 Monaten und führen zu erheblichen funktionellen Beeinträchtigungen.
Untersuchung:
Es können folgende Zusatzbefunde vorliegen: Gedächtnis- und/oder Konzentrationsstörungen, Halsschmerzen, druckschmerzhafte Lymphknoten, Muskelschmerzen, Schmerzen in mehreren Gelenken, neu aufgetretener Kopfschmerz, fehlendes Gefühl der Erholung nach dem Schlaf sowie mindestens 24 Stunden lang nach Anstrengung ein verstärktes Krankheitsgefühl.
Diagnostik:
Die Diagnose kann in der Regel aufgrund der Anamnese und körperlichen Untersuchung gestellt werden, ggf. flankiert durch einen CSF-spezifischen Fragebogen. Organmedizinische Untersuchungen dienen vor allem der Abgrenzung von Differenzialdiagnosen.
Therapie:
Kognitive Verhaltenstherapie und individuelle Bewegungstherapie mit stufenweiser Aktivierung.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Caroline Beier, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg