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Spastisches Syndrom

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Definition:
Als Spastik bezeichnet man einen gesteigerten, geschwindigkeitsabhängigen Dehnungswiderstand der Skelettmuskulatur, der als Folge einer Läsion deszendierender motorischer Bahnen auftritt und in der Regel mit weiteren Symptomen einhergeht, wie Parese, Bewegungsverlangsamung, gesteigerten Muskeldehnungsreflexen, pathologisch enthemmten Synergismen.
Häufigkeit:
Häufiger Zustand bei Erkrankungen oder Verletzungen, die die deszendierenden motorischen Bahnen des ZNS betreffen, z. B. Schlaganfall, multiple Sklerose, Querschnittverletzungen des Rückenmarks.
Symptome:
Tonussteigerung der Skelettmuskulatur, häufig mit gesteigerten Muskeldehnungsreflexen. Je nach Lokalisation der Nervenläsionen fokale, regionale oder generalisierte Spastik. Evtl. einschießende Tonuserhöhung (Spasmen), ausgelöst durch Schmerzen oder Reizzustände, etwa im Rahmen von Verletzungen, Infekten oder Hauterkrankungen.
Befunde:
Bei Spastik der oberen Extremitäten ist der Tonus der Flexormuskulatur meist stärker erhöht als der Tonus der Extensormuskulatur. In den unteren Extremitäten ist das Verhältnis eher umgekehrt: Der Tonus der Extensormuskulatur ist stärker erhöht.
Diagnostik:
Diagnostik der Grunderkrankung. Erkennung aktueller Triggerfaktoren, z. B. Blasenentzündung, Dekubitus.
Therapie:
An erster Stelle steht die Behandlung der neurologischen Grunderkrankung und evtl. Auslöser. Symptomatische Behandlung der Spastik durch Physiotherapie, ggf. in Kombination mit physikalischer Therapie, oraler Medikation, intrathekaler Baclofen-Applikation oder intramuskulärer Injektion von Botulinum-Toxin.

Allgemeine Informationen

Definition

Ätiologie und Pathogenese

Disponierende Faktoren

ICPC-2

ICD-10

Diagnostik

Diagnostische Kriterien – Merkmale einer Spastik

Differenzialdiagnosen

Anamnese

Klinische Untersuchung

Therapie

Therapieziele

Allgemeines zur Therapie

Nichtmedikamentöse Verfahren

Medikamentöse Therapie

Operative Therapie

Prävention

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlauf

Komplikationen

Quellen

Leitlinien

Literatur

Autor*innen

  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg