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Harnwegsinfektionen bei Schwangeren

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Definition:
In der Regel bakterielle oberflächliche Infektion der Schleimhäute der Harnwege während der Schwangerschaft. Man unterscheidet untere Harnwegsinfektionen (Zystitis) von oberen Harnwegsinnfektionen (Pyelonephritis). Das Erregerspektrum und die Resistenzraten sind ähnlich wie bei nicht schwangeren Frauen in der Prämenopause.
Häufigkeit:
 Leicht erhöhtes Risiko für Harnwegsinfektionen in der Schwangerschaft. 1–2 % aller Schwangeren sind betroffen.
Symptome:
Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie), imperativer Harndrang, Pollakisurie, Schmerzen oberhalb der Symphyse. Bei Pyelonephritis zudem Flankenschmerz, Fieber und reduzierter Allgemeinzustand.
Diagnostik:
Zusatzuntersuchungen sind Urin-Teststreifen und Urinkultur. Weitere Untersuchungen, z. B. Sonografie, abhängig von der Schwere der Infektion und den Begleitumständen.
Therapie:
Bei Schwangeren wird eine Harnwegsinfektion antibiotisch behandelt, um Komplikationen für Mutter und Kind zu vermeiden. Bei einer Pyelonephritis erfolgt häufig eine stationäre Aufnahme. Der Therapieerfolg sollte mittels Urinkultur überprüft werden.
  • Jonas Klaus, Arzt, Freiburg im Breisgau
  • Dietrich August, Arzt, Freiburg im Breisgau
  • Klaus Gebhardt, Arzt für Allgemeinmedizin, Bremen (Review)
  • Anders Bærheim, professor i allmennmedisin, Institutt for samfunnsmedisinske fag, Universitetet i Bergen
  • Dag Berild, overlege, Medisinsk klinikk, Aker Sykehus