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Dranginkontinenz bei Frauen

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Definition:
Bei der Dranginkontinenz handelt es sich um eine Form der Harninkontinenz mit unwillkürlichem Harnverlust und plötzlichem, imperativem Harndrang. Die Dranginkontinenz kann Ausdruck einer Grunderkrankung oder im Rahmen des Syndroms der überaktiven Blase (ÜAB) auftreten. Auch eine Mischform mit der Stressinkontinenz, die sog. Mischinkontinenz, ist häufig.
Häufigkeit:
Die Prävalenz der Harninkontinenz wird auf etwa 3−55 % geschätzt. Die Dranginkontinenz macht den größten Anteil aus und tritt insbesondere im fortgeschrittenen Alter auf.
Symptome:
Unwillkürlicher Harnverlust und imperativer Harndrang.
Befunde:
Die klinische Untersuchung ist häufig unauffällig. Es können sich jedoch Hinweise auf eine ursächliche Grunderkrankung ergeben.
Diagnostik:
Zusatzuntersuchungen sind in den meisten Fällen nicht erforderlich.
Therapie:
Stufentherapie bei idiopathischer Dranginkontinenz: Verhaltenstherapie, Physiotherapie, Pharmakotherapie, elektrische Neuromodulation und in therapierefraktären Fällen operative Maßnahmen.
  • Jonas Klaus, Arzt, Freiburg im Breisgau
  • Klaus Gebhardt, Facharzt für Allgemeinmedizin, Bremen (Review)
  • Guri Rørtveit, spesialist i allmennmedisin, stipendiat ved Institutt for samfunnsmedisinske fag, Universitetet i Bergen
  • Per Bergsjø, professor emeritus, dr. med., Universitetet i Bergen. Spesialist i kvinnesykdommer og fødselshjelp, forsker ved Nasjonalt folkehelseinstitutt, Oslo
  • Arnfinn Seim, førsteamanuensis i allmennmedisin, Institutt for samfunnsmedisinske fag, Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet, Trondheim