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Hydronephrose

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Definition:
Als Hydronephrose bezeichnet man eine Dilatation von Nierenbecken und Nierenkelchen über die normale Kapazität hinaus. Meist wird sie durch eine Obstruktion in den Harnwegen verursacht, z. B. durch eine Vergrößerung der Prostata, Urolithiasis oder eine Kompression von außen.
Häufigkeit:
Eine Hydronephrose ist eine häufige Erkrankung, wobei am häufigsten ältere Menschen und Säuglinge betroffen sind, bei Letzteren aufgrund von angeborenen Fehlbildungen.
Symptome:
Die Krankheit kann symptomlos sein, aber auch z. B. mit Flanken- und Bauchschmerzen oder (rezidivierenden) Harnwegsinfekten einhergehen. Es kann je nach Ursache und Verlauf zum akuten oder chronischen Nierenversagen kommen.
Befunde:
In der Regel wird die primäre Diagnose in der Bildgebung, meist sonografisch gestellt. Je nach Ursache und Ausmaß zeigt sich eine ein- oder beidseitige Dilatation der Nierenbecken, ggf. auch von Nierenkelchen und Harnleiter.
Diagnostik:
Die primäre Diagnose wird meist in der Sonografie oder ggf. im CT gestellt, die weitere Diagnostik erfolgt je nach vermuteter Ursache. Im Labor können erhöhte Retentionswerte oder bei Superinfektion erhöhte Entzündungsparameter, im Urinstatus z. B. eine Infektkonstellation oder eine Hämaturie auffallen.
Therapie:
Die Therapie hängt von der Genese der Hydronephrose ab, in den meisten Fällen besteht sie primär in der Behebung der ursächlichen Obstruktion.
  • Anneke Damberg, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin