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Wilms-Tumor

Der Wilms-Tumor, auch Nephroblastom genannt, ist ein Tumor, der vom Nierengewebe bei Kindern ausgeht.

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Was ist ein Wilms-Tumor?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Zustand ist selten und tritt bei ca. 1 von 100.000 Kindern auf. Die Erkrankung tritt im Durchschnitt mit dreieinhalb Jahren das erste Mal auf. In 95 % der Fälle tritt der Tumor nur auf einer Seite auf.

Der Tumor kann in manchen Familien öfter auftreten und geht in diesen Fällen mit anderen Fehlbildungen einher.

Auch wenn der Wilms-Tumor selten ist, macht er doch ca. 5 % aller Krebserkrankungen bei Kindern aus. 

Ursache

Die Ursache für den Wilms-Tumor ist nicht vollständig geklärt. Es besteht vermutlich ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten des Wilms-Tumors und einer Genmutation auf Chromosom 11. In den meisten Fällen besteht kein Zusammenhang zwischen Eltern und Kind, der Krebs verursachen könnte. Wahrscheinlich kommt es in der frühkindlichen Entwicklung zu einer Störung bei der Ausbildung der Erbinformation (DNS), die zum Wilms-Tumor führt.

Symptome

Der Wilms-Tumor wird in der Regel zufällig entdeckt, wenn das Kind oder die Eltern einen Knoten auf einer Seite des Bauchs ertasten.

Darüber hinaus können Magenschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen auftreten. In seltenen Fällen ist Blut im Urin des Kindes (roter Urin).

Diagnostik

Die Erkrankung ist selten, und Symptome können erst in einem späten Stadium auftreten. Der Arzt oder das Krankenhauspersonal werden das Kind für weitere Untersuchungen überweisen, wenn ein Knoten im Bauch entdeckt wurde, auch wenn davon keine Beschwerden ausgehen. Wird ein Tumor oder eine andere ernste Erkrankung vermutet, wird das Kind in der Regel in die Kinderabteilung des Krankenhauses aufgenommen. Hier erfolgen weitere Untersuchungen und die Nachkontrolle.

Meist wird mit einer Ultraschalluntersuchung begonnen, damit festgestellt werden kann, welche Art Tumor das Kind hat Das Kind wird in diesem Fall von einem Röntgenarzt untersucht. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft, aber es kann etwas unangenehm sein, wenn der Arzt den Bauch abtastet.

Ist keine eindeutige Diagnose möglich, werden weitere Untersuchungen durchgeführt, z. B. eine Computertomografie.

Therapie

Zuerst wird die kranke Niere operativ entfernt. Dies ist für eine gute Therapie ausschlaggebend. Nach der Operation erfolgt eine Therapie mit Chemotherapeutika, um sicherzustellen, dass alle Krebszellen getötet wurden.

Manchmal werden bereits vor der Operation Chemotherapeutika verabreicht und manchmal ist nach der Operation eine Bestrahlung notwendig.

Die Therapie wird so gut wie möglich individuell angepasst. Die Behandlung richtet sich nach einem Therapieplan, der regelmäßig aktualisiert wird. Die Therapie sollte so gut wie möglich anschlagen und möglichst wenige Nebenwirkungen haben.

Prognose

Bei der Prognose spielen die Eigenschaften des Tumors und die Zeit, in der der Tumor unbehandelt geblieben ist, eine wichtige Rolle. Der Wilms-Tumor ist eine der Krebsarten mit den besten Heilungschancen (Prognose). Ungefähr zwischen 80 und 95 % der Kinder werden nach der Therapie gesund. Chemotherapeutika und Bestrahlung können aber zu Spätschäden führen.

Bedenken Sie bei einer Therapie, dass diese speziell auf Ihr Kind abgestimmt wird. Es kann also sein, dass sich die Therapie von den hier beschriebenen Maßnahmen unterscheidet.

Normalerweise werden jährliche Nachkontrollen über mehrere Jahre nach dem Therapieende durchgeführt.

Autoren

  • Philipp Ollenschläger, Medizinjournalist, Köln