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Zucker im Urin (Glukosurie)

Normalerweise ist die Ausscheidung von Zucker im Urin sehr gering. Wird eine bestimmte Schwelle überschritten, lässt sich Zucker im Urin nachweisen. Dies ist häufig der Fall bei Patienten mit Diabetes mellitus. Klärende Untersuchungen sind angebracht.

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Definition

Normalerweise ist die Glukosemenge, die mit dem Urin ausgeschieden wird, verschwindend gering. Der Urin wird in den Nieren produziert. Er besteht aus Wasser und Abbauprodukten, die von den Nieren aus dem Blut herausgefiltert werden. Im Blut befindet sich Zucker (Blutzucker). Wenn der Blutzuckerwert innerhalb der normalen Grenzen liegt, enthält der Urin nahezu keinen Zucker. Ist der Blutzuckerwert jedoch zu hoch, wird nur ein Teil des Zuckers von den Nieren zurückbehalten; der Rest wird mit dem Urin ausgeschieden, in dem er als Urinzucker nachgewiesen werden kann.

Ursache

Bei Diabetespatienten, die nicht optimal eingestellt sind, ist der Blutzuckerspiegel oftmals erhöht. In diesen Fällen lässt sich in der Regel auch ein erhöhter Glukosegehalt im Urin nachweisen. Aber auch bei ansonsten gesunden Menschen kann der Blutzuckerwert, z. B. nach umfangreichem Konsum stark gesüßter Getränke oder anderer zuckerhaltiger Lebensmittel, so stark ansteigen, dass es zu einer Glukosurie kommt.

Auch während einer Schwangerschaft ist häufig Zucker im Urin nachweisbar. Das liegt oftmals daran, dass die Schwellenwerte zur Ausscheidung von Glukose während der Schwangerschaft niedriger sind; ein tatsächlich erhöhter Blutzuckerspiegel muss nicht zwingend vorliegen. Bei einigen Menschen ist dies auch ohne bestehende Schwangerschaft der Fall. Dieser Zustand wird als verminderte Nierenschwelle bezeichnet, ein erhöhtes Risiko zur Ausbildung eines Diabetes liegt aber nicht vor.

Eine weitere Ursachenabklärung ist bei Nachweis eines erhöhten Urinzuckers erforderlich, um eventuell einen bislang nicht erkannten Diabetes zu diagnostizieren.

Häufige Ursachen

Weiterführende Informationen

Autoren

  • Natalie Anasiewicz, Ärztin, Freiburg i. Br.