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Spondylitis tuberculosa

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Definition:
Die Spondylitis tuberculosa wird durch eine hämatogene oder lymphogene Ausbreitung von M. tuberculosis von einem Infektionsherd außerhalb der Wirbelsäule verursacht.
Häufigkeit:
Die Erkrankung kommt in den Industrieländern nur noch selten vor, ist in den Entwicklungsländern jedoch noch weit verbreitet.
Symptome:
In der Regel kommt es zu Rückenschmerzen über 3–4 Monate, die mit der Zeit zunehmen und in einigen Fällen auch mit Muskelspasmen oder radikulären Schmerzen einhergehen.
Befunde:
Bei etwa der Hälfte der Patienten kommt es zu neurologischen Ausfällen, z. B. Nervenwurzelschmerzen, Cauda-equina-Syndrom, sensorischer Ausfall oder Parese.
Diagnostik:
BSG ist stark erhöht. IGRA ist positiv. Mittels Röntgen, CT und MRT können Veränderungen der Wirbelsäule dargestellt werden.
Therapie:
Die Therapie der Spondylitis tuberculosa besteht aus einer Kombinationstherapie mit mindestens 3 Antituberkulotika über 6–9 Monate.
  • Monika Lenz, Ärztin für Allgemeinmedizin, Neustadt
  • Max Tenne, med dr och överläkare, Ortopediska kliniken, Skånes universitetssjukhus
  • Terje Johannessen, professor i allmänmedicin, Institutt for samfunnsmedisinske fag, Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet, Trondheim