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Achillessehnenruptur

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Definition:
Vollständige oder teilweise Ruptur der Achillessehne.
Häufigkeit:
In Deutschland gibt es 15.000–20.000 Fälle pro Jahr.
Symptome:
Akute Schmerzen im dorsalen Unterschenkel und meist ein lauter, peitschenhiebartiger Knall.
Befunde:
Eingeschränkte Gehfähigkeit, Schwellung der Wade. Bei einer vollständigen Ruptur ist der Zehenstand nicht möglich und es findet sich eine tastbare Delle über der Ruptur.
Diagnostik:
Klinisch Thompson-Test. Apparativ Ultraschall der Achillessehne mit Beurteilung des Kontakts der Sehnenstümpfe in 20-Grad-Plantarflexion und Röntgenaufnahme des oberen Sprunggelenks mit Rückfuß seitlich. Bei unklarem Befund MRT.
Therapie:
Keine allgemein verbindliche Therapieempfehlung. Bei sportlich aktiven, jungen Patient*innen eher operative Naht. Bei weniger aktiven, älteren Menschen und in Plantarflexion adaptiven Sehnenstümpfen eher konservativ-funktionelle Therapie.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie, Münster