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Protheseninfektion an Knochen und Gelenken

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Definition:
Knochen- oder Gelenkinfektionen nach dem Einsetzen einer Prothese. Es werden 3 Kategorien von Infektionen unterschieden: Frühinfektion, verzögerte Infektion und Spätinfektion.
Häufigkeit:
Ca. 1 % der Patienten, bei denen eine Prothese eingesetzt wurde, müssen aufgrund einer bakteriellen Infektion in der Prothesenumgebung erneut operiert werden.
Symptome:
Die häufigsten Symptome sind Belastungs- und Ruheschmerzen sowie eingeschränkte Funktion bei spät einsetzenden Infektionen.
Befunde:
Klinische Anzeichen einer Prothesenlockerung.
Diagnostik:
Zur weiteren Diagnostik sind Gelenkpunktion (ggf. Blutkulturen) und Röntgen erforderlich.
Therapie:
Eine prothesenerhaltende Behandlung wird bei postoperativer Frühinfektion oder hämatogener Spätinfektion angestrebt. Bei Spätinfektionen ggf. Entfernung und einzeitiger oder zweizeitiger Prothesenwechsel.
  • Sandra Krüger, Dr. med., Fachärztin für Orthopädie, Berlin
  • Günter Ollenschläger, Prof. Dr. Dr. med., Professor für Innere Medizin, Uniklinikum Köln
  • Terje Johannessen, professor i allmennmedisin, Institutt for samfunnsmedisinske fag, Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet, Trondheim
  • Bertil Christensson, professor och överläkare, Infektionskliniken, Skånes universitetssjukhus (Medibas)