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Arthrose des Daumens

Bei einer Arthrose des Daumens wird der Knorpel abgebaut und zerstört, während es gleichzeitig zu einer Verdickung des darunterliegenden Knochens kommt.

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Was versteht man unter einer Daumenarthrose?

Bei einer Arthrose des Daumengrundgelenks, also des Gelenks zwischen dem Mittelhandknochen und dem Handgelenksknochen des Daumens, spricht man auch von einer Rhizarthrose oder Daumensattelgelenk-Arthrose. Dabei wird der Knorpel abgebaut und zerstört, während es gleichzeitig zu einer Verdickung des darunterliegenden Knochens kommt. Im Lauf der Zeit versteift sich das Daumengelenk, es wird geschwächt und schmerzt und die Funktion ist eingeschränkt. 

Die Daumenarthrose ist eine relativ häufige Erkrankung, vor allem bei Frauen mittleren und höheren Alters. Sie kommt auch bei jüngeren Menschen vor, insbesondere nach einer früheren Verletzung.

Symptome

Die Daumenarthrose führt zu Schmerzen, Schwäche und Steifigkeit im Gelenk. Schmerzen treten an der Daumenbasis oder am seitlichen Handgelenk auf. Der Schmerz kann dazu führen, dass es den Betroffenen schwer fällt, mit voller Kraft zu greifen, und mit der Zeit kann der Daumen steif werden und nur noch schwer zu bewegen sein. Häufig liegt eine leichte Fehlstellung des Daumens vor. Es kann auch zu einer Schwellung und Schmerzempfindlichkeit über dem Gelenk kommen. Fortgeschrittene Arthrose kann zu chronischen Schmerzen führen, die dann auch in Ruhe auftreten.

Ursache

Die Ursache für eine Arthrose im Daumen ist häufig unbekannt. Faktoren, die das Risiko einer Arthrose erhöhen, sind u. a. das Alter, weibliches Geschlecht, eine genetische Veranlagung, rheumatische Erkrankungen und hohe mechanische Beanspruchung. Eine Daumenarthrose kann auch infolge einer Verletzung auftreten. 

Diagnose

Der Arzt untersucht das Gelenk und bewegt den Daumen. So kann er eine eingeschränkte Beweglichkeit und Veränderungen am Gelenk feststellen. Die Diagnose wird mittels Röntgen bestätigt. Das Röntgenbild zeigt die typischen Veränderungen, mit fehlendem Knorpelgewebe und eventueller Verkalkung im Gelenk.

Behandlung

Allgemein sollten Sie schmerzhafte Aktivitäten vermeiden. In akuten Phasen können Sie Kältepackungen anwenden, bei chronischen Schmerzen hilft Wärme.

Eine Stützorthese, die eine Überstreckung verhindert, kann hilfreich sein. Bei starken Schmerzen kann kurzzeitig eine Schiene getragen werden.

Physiotherapie zur Stärkung der Muskeln um das Daumengrundgelenk kann zu einer Schmerzlinderung beitragen.

Bei Schmerzen können Sie zeitweise Schmerzmittel einnehmen, z. B. Paracetamol oder Ibuprofen. Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Entzündungshemmer (NSAR) wirken gleichzeitig gegen Entzündungen. Es gibt sie als Tabletten oder als Salbe.

Bei starken Beschwerden und wenn andere Therapien nicht helfen, ist möglicherweise eine Operation erforderlich. Nach der Operation wird der Daumen für 2–3 Wochen mit einer Gipsschiene ruhig gestellt. Danach wird die Belastung langsam mit Bewegungsübungen aufgebaut, bis die volle Belastbarkeit nach etwa 12 Wochen erreicht ist.

Prognose

Die Erkrankung verschlechtert sich oft nach und nach, diese Entwicklung kann jedoch mit einer aktiven Behandlung verlangsamt werden.

Weitere Informationen

Autoren

  • Martina Bujard, Wissenschaftsjournalistin, Wiesbaden