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Fraktur der großen Zehe

Ein Bruch der großen Zehe heilt in der Regel gut aus, und nur bei wenigen Patienten kommt es zu langfristigen Beschwerden.

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Große Zehe

Die große Zehe besteht aus zwei Zehenknochen (Phalanges). Der äußere Zehenknochen wird als Endglied bezeichnet, der innere als Grundglied. Beide Glieder haben je ein inneres (proximales) und ein äußeres (distales) Ende. Der mittlere Teil ist schmal und lang (der Schaft), die äußeren Bereiche verdickt. Das innere Ende wird als Basis bezeichnet, das äußere Ende als Kopf (Caput).

Bruch der großen Zehe

Bei einer Verletzung kann ein Bruch (Fraktur) des Grundglieds oder des Endglieds der großen Zehe entstehen. Da die Großzehe für die Balance und das Tragen von Gewicht eine wichtige Rolle spielt, treten bei einem Bruch starke Beschwerden beim Laufen auf.

Zehenfrakturen sind relativ häufig, in den meisten Fällen (38 %) ist die Großzehe betroffen.

Ursachen

Brüche der großen Zehe entstehen durch Stauchungen, Einklemmen oder direkte Krafteinwirkung auf die Zehe, z. B. durch Stoßen der Zehe oder durch einen herunterfallenden Gegenstand. Bei Kindern sind Verletzungen beim Fußball die häufigste Ursache.

Auch Stressfrakturen der Zehen sind möglich, insbesondere bei Sportlern.

Diagnose

Bei einem Bruch der großen Zehe kommt es zu starken Schmerzen. Die große Zehe schwillt an und verfärbt sich, evtl. steht sie schief. Es ist nur schwer möglich, sie zu bewegen. Häufig treten zusätzlich Nagelverletzungen auf.

Um ganz sicher zu gehen, dass es sich um einen Bruch handelt, werden Röntgenaufnahmen von der Zehe gemacht.

Behandlung

Erste-Hilfe-Maßnahmen können das Ausmaß der Schädigung reduzieren: Kühlung, Ruhigstellen, Hochlagern des Fußes und ggf. schmerzstillende Medikamente.

Manchmal ist es ausreichend, die große Zehe mit einem Verband an der benachbarten Zehe zu fixieren. Es gibt auch spezielle Schienen und Schuhe, die verwendet werden können, um die Zehe zu immobilisieren. In manchen Fällen ist ein Gipsverband am Vorderfuß die beste Behandlungsmethode. Zweck von Verbänden, Gipsverbänden und Schienen ist es, dass der gebrochene Knochen vollständig still liegt, sodass er richtig zusammenwachsen kann. Die Behandlung sollte etwa 3–4 Wochen dauern, der Fuß kann den Schmerzen entsprechend belastet werden.

Selten reicht der Bruch bis in das Gelenk hinein, und in diesen Fällen kann eine Operation notwendig sein, um späteren Beschwerden vorzubeugen.

Prognose

Ein Bruch der großen Zehe heilt in der Regel gut aus, und nur bei wenigen Patienten kommt es zu langfristigen Beschwerden. Bei einigen Patienten können im ersten Jahr Schmerzen und Steifheit bei Bewegungen im Gelenk auftreten, diese Beschwerden gehen aber in der Regel allmählich vorüber.

Weitere Informationen

Illustrationen

Autoren

  • Martina Bujard, Wissenschaftsjournalistin, Wiesbaden