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Diabetes mellitus bei Kindern

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Definition: 
Chronische Stoffwechselerkrankung mit vielfältigen Ursachen, die durch eine chronische Hyperglykämie und Störungen des Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsels gekennzeichnet ist.
Häufigkeit: 
Typ-1-Diabetes macht in Europa > 90 % der Diabetesfälle im jungen Lebensalter (< 25 Jahren) aus. In Deutschland leben über 30.000 Betroffene < 20 Jahren.
Symptome:
In den meisten Fällen tritt ein Typ-1-Diabetes bei Kindern als akute Erstmanifestation mit Reduktion des Allgemeinzustands, Bauchschmerzen und Erbrechen auf, die eine sofortige Einweisung ins Krankenhaus erfordert.  
Befunde:
In akuter Phase gespanntes Abdomen, Kussmaul-Atmung, Azetongeruch der Atemluft und ggfs. Bewusstseinseintrübung. Bei schleichendem Beginn Polyurie, Polydipise und Gewichtsabnahme. 
Diagnostik:
In Akutphase klinische Diagnose in Kombination mit Ermittlung des Blutzuckerspiegels. Zur Bestätigung des Typ-1-Diabetes Nachweis von Diabetes-spezifischen Antikörpern möglich.  
Therapie:
Behandlung von Typ-1-Diabetes besteht in Insulintherapie (intensivierte konventionelle Therapie oder Insulinpumpe) unter Anpassung der Ernährung.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung, Allgemeinmedizin, Frankfurt
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, universitetslektor, institutt for sammfunsmedisinske fag, NTNU, redaktør NEL
  • Stein E Høyer, overlege barneavdelingen, Regionsykehuset i Tromsø