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Persistierender Ductus arteriosus

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Definition:
Postnatal persistierende Gefäßverbindung zwischen der Pulmonalarterienbifurkation und dem distalen Aortenbogenbereich unmittelbar nach dem Abgang der linken Arteria subclavia.
Häufigkeit:
Inzidenz ca. 1:2000 Geburten bzw. 5–10 % aller angeborenen Herzfehler. Gehäuftes Auftreten bei Frühgeborenen. 
Symptome:
Kleine Shunts asymptomatisch. Bei großen Shunts Symptome der Linksherzinsuffizienz durch Volumenüberlastung. Im Verlauf bei pulmonaler Hypertonie auch Symptome der Rechtsherzinsuffizienz.
Befunde:
Systolisch-diastolisches Geräusch. Hebender Herzspitzenstoß. Große Blutdruckamplitude bei niedrigem diastolischem Blutdruck. 
Diagnostik:
Nachweis durch Echokardiografie. Beurteilung der hämodynamischen Relevanz durch Zusammenschau von Klinik, Echokardiografie und Labor.
Therapie:
Verschluss des Ductus durch Medikation (Indomethacin, Ibuprofen), chirurgische Ligierung oder katheterinterventionellen Verschluss. 
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i.Br.
  • Gudrun Björkhem, docent och överläkare, Barnhjärtcentrum, Skånes universitetssjukhus
  • Bjørnar Grenne, Sørlandet sykehus HF Arendal