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Gastroösophageale Refluxkrankheit bei Kindern

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Definition:
Unter gastroösophagealem Reflux versteht man Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre. Verursacht der Reflux störende Beschwerden oder Komplikationen wie z. B. Ösophagitis oder eine Gedeihstörung spricht man von gastroösophagealer Refluxkrankheit.
Häufigkeit:
Gastroösophagealer Reflux ist bei Säuglingen zu einem gewissen Grad physiologisch. Im Alter von 12 Monaten sind 90–95 % der Kinder wieder symptomfrei.
Symptome:
Erbrechen, Regurgitation, häufiges Schreien, Nahrungsverweigerung bei Säuglingen. Die Beschwerden älterer Kinder ähneln denen von Erwachsenen mit Sodbrennen, Brennen in Speiseröhre und Rachen, Regurgitation oder Erbrechen.
Befunde:
Bei der klinischen Untersuchung ergibt sich selten ein für die Diagnose relevanter Befund. Wichtig ist das Erkennen von Hinweisen auf Komplikationen (z. B. Gedeihstörung) oder alternativen Diagnosen (z. B. intestinale Obstruktion).
Diagnostik:
Wenn erforderlich, gilt die 24-Stunden-pH-Metrie mit Impedanzmessung als diagnostischer Goldstandard. Zur Abklärung einer möglichen Ösophagitis oder von Differenzialdiagnosen können eine Gastroskopie und weitere diagnostische Maßnahmen angezeigt sein.
Therapie:
Ist eine Therapie erforderlich, dann zunächst Anpassung von Ernährung und Lebensstil. Medikamentöse Therapie der Wahl sind Protonpumpeninhibitoren. In Einzelfällen kommt ein chirurgischer Eingriff (Fundoplikatio) infrage.
  • Anneke Damberg, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin