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Neugeborenenikterus

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Definition:
Die unkonjugierte Hyperbilirubinämie entsteht durch einen erhöhten Hämoglobinabbau nach der Geburt, wobei die noch unreife Leber das Abbauprodukt Bilirubin noch nicht ausreichend bewältigen kann. Eine erhöhte Bilirubinkonzentration gilt dabei zunächst als physiologisch und harmlos. Wird die Bilirubinkonzentration zu hoch, kann hierdurch das Gehirn geschädigt werden (Kernikterus, Bilirubinenzephalopathie).
Häufigkeit:
Bei etwa 60% aller gesunder Neugeborener tritt in der ersten Lebenswoche ein Ikterus auf, der jedoch nicht behandelt werden muss.
Symptome:
Ggf. herabgesetztes Trinkbedürfnis, erhöhtes Schlafbedürfnis
Befunde:
Die Gelbfärbung (Ikterus) ist in der Regel der einzige Befund. Die klinische Bewertung der Bilirubinwerte ist schwierig.
Diagnose:
Der Bilirubinspiegel kann transkutan gemessen werden (TcB), bevor ein Gesamt-Bilirubin-Test (TsB) erwogen wird.
Behandlung:
Die Behandlung besteht in Phototherapie und optimaler Ernährung. Eine intravenöse Immunglobulintherapie und Blutaustauschtransfusionen sind ggf. angezeigt.
  • Elisabeth Olhager, med dr och överläkare, Barn- och ungdomsmedicinska kliniken, Linköping-Motala
  • Ragnhild Støen, avdelningsöverläkare, dr. med., Nyfødt Intensiv seksjon, Barne- og Ungdomsklinikken, St. xxx