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Eisenmangel und Eisenmangelanämie bei Kindern

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Definition:
Eisenmangel ist definiert als Verminderung des Gesamtkörpereisens. Eine Eisenmangelanämie liegt vor, wenn die Hämoglobinkonzentration eisenmangelbedingt unter den alters-/geschlechtsspezifischen Normwert sinkt.
Häufigkeit:
Eisenmangel bei ca. 10–15 %, Eisenmangelanämie bei ca. 5 % der Kinder und Jugendlichen.
Symptome:
Eisenmangel ist assoziiert mit zahlreichen unspezifischen Symptomen (Müdigkeit, Leistungsminderung, Kälteempfindlichkeit, kognitive Störungen u. a.). Evtl. Restless-Legs-Syndrom. Bei Anämie Schwindel, Belastungsdyspnoe, Palpitationen.
Befunde:
Trophische Störungen (Haare, Haut, Zunge, Nägel); bei Anämie Blässe, Tachykardie, Herzgeräusch.
Diagnostik:
Labordiagnostische Bestimmung von Blutbild (Hb, MCV, Retikulozyten) und Eisenstatus (Ferritin, evtl. ergänzende Parameter wie Transferrinsättigung). CRP/BSG zum Ausschluss einer Entzündung mit Maskierung eines Speichereisenmangels.
Therapie:
Ernährungsberatung (vegetarische/vegane Ernährung zunehmend häufiger Risikofaktor für Eisenmangel), orale Substitution von Eisen. Intravenöse Substitution nur im begründeten Einzelfall.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.