Zum Hauptinhalt springen

Antidepressiva-Absetzsyndrom

Zuletzt aktualisiert:

Zuletzt überarbeitet:

Zuletzt überarbeitet von:



Definition:
Symptomenkomplex, der nach dem abrupten Absetzen oder signifikanter Dosisreduktion einer mindestens 1-monatigen antidepressiven Medikation auftreten kann. Die Symptomatik tritt üblicherweise nach 2–4 Tagen auf und umfasst typischerweise sensorische, somatische und kognitiv-emotionale Manifestationen. 
Häufigkeit:
 Keine eindeutigen Daten, Berichte geben Häufigkeiten zwischen 9 und 66 % an. Abhängig auch von Substanz, Behandlungsdauer und Geschwindigkeit der Dosisreduktion. 
Symptome:
Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Gefühl „elektrischer Schläge“, Übelkeit, Schwindel, Angstzustände, Überempfindlichkeit gegen Geräusche und Licht, motorische Unruhe, Parästhesien, Magen-Darm-Störungen, grippeähnliche Symptome. 
Befunde:
Keine spezifischen klinischen Befunde.
Diagnostik:
Keine apparative Diagnostik erforderlich.
Therapie:
Keine spezifische Therapie.
Prävention:
Langsames Ausschleichen einer antidepressiven Medikation über mindestens 4 Wochen.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.
  • Hans Ågren, professor emeritus och överläkare, Sektionen för psykiatri och neurokemi, Sahlgrenska akademin, Göteborgs universitet
  • Terje Johannessen, professor i allmänmedicin, Institutt for samfunnsmedisinske fag, Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet, Trondheim