Zum Hauptinhalt springen

Malignes Neuroleptika-Syndrom (MNS)

Zuletzt überarbeitet:

Zuletzt überarbeitet von:



Definition:
Eine schwere, potenziell tödliche Komplikation bei der Einnahme von Antipsychotika oder dem abrupten Absetzen von Dopamin-Agonisten. Auch malignes neuroleptisches Syndrom genannt.
Häufigkeit:
Die Häufigkeit liegt bei ca. 0,1 % bei Antipsychotika-Patienten. Der Zustand ist seltener geworden.
Symptome:
Charakteristisch sind ein veränderter Geisteszustand, Muskelsteifigkeit, autonome Instabilität und Fieber.
Befund:
Oft Verwirrung und Unruhe, extreme Rigidität und Fieber. Tachykardie und schwankender Blutdruck.
Diagnostik:
Ausschlussdiagnose durch Labortests, darunter CK, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Therapie:
Die Behandlung besteht aus dem Absetzen des verursachenden Medikaments. Ein Krankenhausaufenthalt ist erforderlich, dazu unterstützende Maßnahmen mit intravenöser Flüssigkeitszufuhr und Antipyretika.
  • Günter Ollenschläger, Prof. Dr. Dr. med., Internist, Uniklinikum Köln
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, redaktør NEL