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Panikstörung

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Definition:
Die Panikstörung ist durch wiederkehrende, plötzlich und unerwartet einsetzende Anfälle intensiver Angst (Panik) gekennzeichnet. Liegt als Grunderkrankung eine Agoraphobie vor, dann kommt dazu die Furcht, das Haus zu verlassen, sich in großen Menschenmengen oder auf öffentlichen Plätzen aufzuhalten u. Ä.
Inzidenz:
Die Lebenszeitprävalenz beträgt 1–5 %, bei Frauen wird die Diagnose doppelt so häufig gestellt wie bei Männern.
Symptome:
Anfälle, bei denen die Betroffenen eine plötzlich einsetzende Angst empfinden, begleitet von unspezifischen Angstsymptomen wie Palpitationen, Thoraxschmerz, Erstickungsgefühle, Schwindel oder Entfremdungsgefühlen.
Befunde:
Körperliche Untersuchung, Basislabor und EKG sind unauffällig. Die Betroffenen vermeiden potenziell angstauslösende Situationen.
Diagnostik:
Evtl. psychometrische Tests, z. B. zur Abgrenzung gegenüber anderen Angststörungen.
Therapie:
Die kognitive Verhaltenstherapie stellt die am besten untersuchte und nachweislich auch längerfristig wirksame Therapieform dar. Auch psychodynamische Verfahren kommen ggf. infrage. Antidepressiva können ebenfalls von Nutzen sein, vor allem in Kombination mit einer Psychotherapie. Unterstützend ist Ausdauersport zu empfehlen.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg