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Somatoforme Körperbeschwerden

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Definition:
Wiederholtes und anhaltendes Leiden an körperlichen Symptomen trotz wiederholt negativer Befunde und Versicherung der Ärzte, dass die Symptome keine somatische Ursache haben.
Häufigkeit:
Ca. 20 % der Menschen, die ärztlichen Rat suchen, leiden unter nichtspezifischen somatoformen Körperbeschwerden. Häufiger betroffen sind Frauen, Menschen aus einkommensschwächeren Schichten und mit Migrationshintergrund, unabhängig vom Alter. Der Leidensdruck führt zu überdurchschnittlich häufigen Arztkontakten.
Symptome:
Die Aufmerksamkeit der Patienten ist oft nur auf 1 oder 2 Organe oder Organsysteme fokussiert. Die Symptomatik ist oft vielgestaltig.
Befunde:
Unauffällige somatische Befunde. Häufig psychische Begleitsymptome wie Angst, Depressivität oder Schlafstörungen.
Diagnostik:
Somatische und psychosoziale Diagnostik sollten parallel laufen.
Therapie:
Je nach Schwere des Verlaufs stehen unterschiedliche Therapiemodelle zur Verfügung. Wichtig ist, dass sich die Patienten auch ohne somatische Erklärungen ernst genommen fühlen. Eine vertrauensvolle, kooperative Patient-Arzt-Beziehung ist wesentlich.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Iris Veit, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Herne (Review)
  • Monika Lenz, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Neustadt am Rübenberge
  • Tore Eliasson, docent och överläkare, Smärtcentrum, Angereds Närsjukhus