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Zwangsstörung

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Definition:
Eine Zwangsstörung ist durch wiederholte Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen gekennzeichnet.
Epidemiologie:
Die 12-Monats-Prävalenz beträgt in Deutschland 3,3 % bei Männern und 4,0 % bei Frauen.
Symptome:
Zwangsgedanken sind wiederholte unangenehme Gedanken, Ideen oder Handlungsimpulse (Intrusionen). Zwangshandlungen sind Reaktionen auf Zwangsgedanken. Zwangshandlungen verschaffen den Betroffenen kurzfristige Erleichterung und Angstreduktion.
Untersuchung:
Evtl. neuropsychologische Testverfahren zur Ergänzung der Anamnese. Neurologische und dermatologische Untersuchung bei entsprechender Komorbidität.
Diagnostik:
Zerebrale Bildgebung bei Hinweisen auf Gehirnpathologie und bei allen Patienten mit Ersterkrankungsalter über 50. Umfassendere neuropsychologische Tests bei unklarer Diagnose und ggf. zur Verlaufskontrolle.
Therapie:
Kognitive Verhaltenstherapie mit Exposition und Reaktionsmanagement. Evtl. medikamentöse Therapie mit SSRI. Clomipramin nur als Ersatzmedikament.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Olav Thorsen, spesialist allmennmedisin, Klubbgaten legesenter, Stavanger
  • Sten Thelander Överläkare, Farsta-Skarpnäck Psykiatriska Vårdenhet, Psykiatri Södra, Stockholm (Medibas)