Höhenkrankheit

Zusammenfassung

  • Definition:Erkrankung aufgrund mangelnder Anpassung an den niedrigen Sauerstoffpartialdruck in großen Höhen.
  • Häufigkeit:Kann bei Aufenthalten in Höhen von über 2.000 m auftreten, Inzidenz nimmt mit Höhe und Geschwindigkeit des Aufstiegs zu.
  • Symptome:Zerebrale und pulmonale Symptome.
  • Befunde:Bei mittelschwerer Ausprägung Kopfschmerzen, häufig Gesichtsblässe und typischer mitgenommener und mimikarmer Gesichtsausdruck. Bei schwerer Ausprägung Risiko von Höhenhirnödem und/oder Höhenlungenödem.
  • Diagnostik:Evtl. EKG, Blutgasanalyse, Röntgen-Thorax, cCT/cMRT.
  • Therapie:Eine schnelle Diagnose und Therapie sind essenziell. Vor einem Aufenthalt in großer Höhe sollte an eine Prophylaxe gedacht werden. Bei leichten Symptomen muss der Aufstieg zur Akklimatisierung unterbrochen werden. In schwereren Fällen müssen die Erkrankten in tiefere Lagen gebracht werden, evtl. wird zusätzlich Sauerstoff zugeführt. Eine medikamentöse Therapie ist präventiv oder zur Symptomlinderung, evtl. auch als ergänzende Therapie oder als Notlösung indiziert.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Erkrankung aufgrund mangelnder Anpassung an den niedrigen Sauerstoffpartialdruck in einer Höhe von mehr als 2.500 m1
    • Verursacht zerebrale und evtl. pulmonale Symptome.
    • Ist von der Höhe und der Aufstiegsgeschwindigkeit abhängig.
    • Die Symptome entwickeln sich meist 6–12 Stunden nach dem Aufstieg in große Höhe.
    • Bei besonders anfälligen Personen wurden bereits ab 2.000 m Symptome der Höhenkrankheit beobachtet, doch dies ist selten.
      • Bei Höhen unter 2.500 m sollte die Höhenkrankheit nicht ausgeschlossen werden, doch andere potenzielle Ursachen für die Symptome sollten als wahrscheinlicher eingestuft werden.
  • Unterschiedliche Formen und Schweregrade
    • Höhenkopfschmerz (High-Altitude Headache, HAH)
      • Tritt innerhalb von 24 Stunden nach dem Aufstieg auf über 2.500 m auf und verschwindet innerhalb von 8 Stunden nach dem Abstieg wieder.
    • akute Bergkrankheit (Acute Mountain Sickness, AMS)
      • Kopfschmerz und zerebrale Reaktionen, tritt in einer Höhe über 2.500 m auf.
    • Höhenhirnödem (High-Altitude Cerebral Edema, HACE)
      • Schwere zerebrale Reaktionen sind wahrscheinlich eine weitere fortgeschrittene Form der akuten Bergkrankheit, kann aber auch ohne vorherige Symptome der AMS auftreten.
    • Höhenlungenödem (High-Altitude Pulmonary Edema, HAPE)
      • in ca. 50 % der Fälle ohne andere vorausgehende Symptome der Höhenkrankheit

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen