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Reaktive Arthritiden

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Definition:
Immunologisch vermittelte Arthritis durch vorangegangenen, gelenkfernen bakteriellen Infekt bei meist genetisch prädisponierten Personen (HLA-B27-positiv).
Häufigkeit:
In Deutschland Prävalenz von 50 auf 100.000 Personen.
Symptome:
Sehr variables Krankheitsbild. Meist allgemeines Krankheitsgefühl und akut einsetzende Arthritis an den unteren Extremitäten.
Befunde:
Ein oder mehrere stark geschwollene, druckempfindliche periphere Gelenke, deren Beweglichkeit meist erheblich eingeschränkt ist. Entzündliche Veränderungen der Haut, Schleimhäute und Augen häufig.
Diagnostik:
Anamnese mit vorausgegangenem Infekt, körperliche Untersuchung sowie Labor und ggf. Gelenk-Sonografie.
Therapie:
In der Akutphase symptomatische NSAR-Gabe und intraartikuläre Kortison-Injektion. Bei chronischer Arthritis DMARD (z. B. Sulfasalazin) oder TNF-alpha-Inhibitoren.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung Allgemeinmedizin, Frankfurt a. M.