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Rheumatoide Arthritis (RA)

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Definition:
Entzündliche Systemerkrankung mit vorwiegendem Befall von Gelenken und anderen Strukturen des Bewegungssystems. Leitbefund ist eine überwiegend symmetrische Arthritis.
Häufigkeit:
In Deutschland liegt die Prävalenz bei 0,5–1 % der erwachsenen Bevölkerung.
Symptome:
Die typischen Symptome sind Schmerz, Schwellung und Morgensteifigkeit. Initial vor allem im Bereich kleiner Gelenke, es können aber auch große Gelenke betroffen sein. Häufig liegen auch Allgemeinsymptome vor (Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, leichtes Fieber).
Befunde:
Sichtbare Schwellung typischerweise der Hand-, Fingergrund- und Fingermittelgelenke sowie der Zehengrundgelenke. Prall-elastisch bei Palpation. Druckschmerzhaftigkeit der Gelenke. 
Diagnostik:
Diagnosestellung beruht auf Anamnese, klinischem Befund und Labor (BSG, CRP, Rheumafaktor, evtl. auch ACPA). 
Therapie:
Medikamentöse Therapie mit Basistherapeutika, initial auch Glukokortikoide. Primäres Basistherapeutikum ist Methotrexat. Je nach Verlauf kommen auch Biologika wie TNF-Alpha-Inhibitoren zum Einsatz. Ergänzung durch unterstützende Maßnahmen wie Physiotherapie.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Freiburg
  • Günther Egidi, Dr. med., Arzt für Allgemeinmedizin, Bremen (Review)