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Hochgradiger Dammriss nach vaginaler Geburt

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Definition:
Verletzung zwischen Scheidenhinterwand und Anus infolge einer vaginalen Geburt. Bei den Schweregraden III und IV ist der Analsphinkter betroffen.
Häufigkeit:
In Deutschland lag die Inzidenz 2017 für einen Dammriss III. Grades bei 1,74 % und für einen Dammriss IV. Grades bei 0,12 % aller vaginalen Geburten.
Symptome:
Unentdeckte oder nicht angemessen behandelte hochgradige Dammrisse können zu Symptomen wie analer Inkontinenz, Schmerzen bei der Defäkation, imperativem Stuhldrang oder Dyspareunie führen.
Befunde:
Als klinischer Befund liegt ein insuffizienter Analsphinkter vor.
Diagnostik:
Als Untersuchung kann eine anale Endosonografie indiziert sein.
Therapie:
Die peripartale Prävention ist von zentraler Bedeutung. Die Verletzung wird operativ behandelt. Um das Risiko für eine später auftretende Stuhlinkontinenz zu reduzieren, ist Beckenbodentraining im Rahmen der physiotherapeutischen Nachsorge angezeigt.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg