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Intrauteriner Fruchttod

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Definition:
Das intrauterine Versterben eines Fetus in der 2. Schwangerschaftshälfte. Die Ursache kann beim Fetus oder bei der Mutter liegen. In etwa 25 % der Fälle wird ein Chromosomendefekt als Erklärung vermutet. In 20–30 % der Fälle kann keine Ursache ausgemacht werden. Wird der verstorbene Fetus geboren und liegt das Geburtsgewicht über 500 g, spricht man von einer Totgeburt.
Häufigkeit:
Eine Totgeburt tritt bei 0,3–0,4 % der Schwangerschaften auf.
Symptome:
Zu den Symptomen des intrauterinen Fruchttodes zählen fehlende Kindsbewegungen und ein fehlendes Wachstum.
Befunde:
Die Diagnose wird per Ultraschall gestellt.
Diagnostik:
Nach einer Totgeburt werden eine Obduktion des Kindes und Untersuchungen der Mutter empfohlen, um eine mögliche Erklärung für das Ereignis zu finden.
Therapie:
Die Behandlung besteht in in einer ausführlichen Aufklärung, der Betreuung der Totgeburt, dem Abstillen, einem sorgfältigen Follow-up und ggf. einer Psychotherapie.
  • Julia Trifyllis, Dr. med., Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Münster/W.
  • Ingard Løge, spesialist allmennmedisin, universitetslektor, institutt for sammfunsmedisinske fag, NTNU, redaktør NEL
  • Per Bergsjø, professor emeritus, dr. med., Universitetet i Bergen. Spesialist i kvinnesykdommer og fødselshjelp, forsker ved Nasjonalt folkehelseinstitutt, Oslo