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B-Streptokokken in der Schwangerschaft

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Definition:
Infektion mit Gruppe-B-Streptokokken (GBS), die sowohl die Mutter als auch das ungeborene Kind befällt und zu einer lebensbedrohlichen Infektion bei dem Neugeborenen führen kann.
Häufigkeit:
Knapp 1 % der Frauen, die Trägerinnen der Gruppe-B-Streptokokken sind, zeigen Symptome und Beschwerdebilder einer Infektion.
Symptome:
Bei Neugeborenen kann es zu einer lebensbedrohlichen Infektion mit Sepsis, Lungenentzündung oder Meningitis kommen.
Befunde:
Bei Schwangeren können asymptomatische Bakteriurie, Zystitis, Amnioninfektionssyndrom, Endometriose und intrauteriner Fruchttod auftreten.
Diagnostik:
Laut deutscher S2-Leitlinie ist ein Abstrich auf B-Streptokokken als Screening in der 35.–37. SSW empfohlen.
Laut Mutterschaftsrichtlinien ist aber kein routinemäßiger Abstrich zum Nachweis von B-Streptokokken vorgesehen. Ein vaginaler Abstrich auf B-Streptokokken wird bei allen Frauen durchgeführt, bei denen es zu einem vorzeitigen Blasensprung vor der 37. SSW (pPROM) kommt.
Therapie:
Durch eine Antibiotikatherapie bei Risikopatientinnen vor und während der Entbindung konnte invasiven Erkrankungen des Neugeborenen in der ersten Lebenswoche vorgebeugt werden
  • Heidrun Bahle, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München
  • Julia Trifyllis, Dr. med., Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Münster/W.
  • Eva Östlund, med dr och överläkare, kvinnokliniken, Danderyds sjukhus
  • Per Bergsjø, professor emeritus, dr. med., Universitetet i Bergen. Specialist i kvinnosjukdomar och förlossningshjälp, forskare vid Nasjonalt folkehelseinstitutt, Oslo