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Rauchen schadet Ihrer Gesundheit

Jedes Jahr verlieren Menschen wertvolle Lebensjahre an die Zigarette. Raucher*innen leben durchschnittlich 5–10 Jahre kürzer. Wer aufhört zu rauchen, senkt sein Risiko erheblich.

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Warum ist Rauchen so ungesund?

Nikotin führt zu Veränderungen in den Blutgefäßen, die im Laufe der Zeit zu einer verminderten Durchblutung der Organe führen. Teersubstanzen im Tabak sind die Hauptursache für das stark erhöhte Auftreten von Krebserkrankungen.

80–90 % aller Todesfälle durch Lungenkrebs werden durch Rauchen verursacht. Rauchen erhöht das Risiko, an chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) zu erkranken, auf das 13-Fache. COPD ist eine Erkrankung, die die Lungenstruktur zerstört und damit u. a. das Atmen erschwert. Rauchen erhöht zudem das Risiko für koronare Herzerkrankungen und Schlaganfälle und führt zu einem erhöhtem Risiko für Infektionen und chronische Bronchitis. Die Haut und andere Organe altern bei Raucher*innen schneller und das Risiko von Osteoporose und einer Oberschenkelhalsfraktur ist für Raucher*innen deutlich erhöht.

Raucher*innen leben durchschnittlich 5–10 Jahre kürzer. In Deutschland stehen jedes Jahr über 120.000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Rauchen. Das entspricht etwa 13,5 % aller Todesfälle.

Rauchen kann viele Arten von Krebs verursachen

Erwiesenermaßen spielt das Rauchen eine Rolle bei der Entwicklung der folgenden Krebsarten:

Passivrauchen

Passivrauchen erhöht ebenfalls nachweislich die Gefahr von Lungenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Für Kinder und ungeborene Kinder ist Passivrauchen besonders schädlich. Passivrauchen erhöht für Kinder das Risiko für zahlreiche Beschwerden und Krankheiten wie Atemwegsreizungen, Asthma und Mittelohrentzündungen. Rund 13 % der Frauen, die schwanger werden, sind Raucherinnen und nur etwa ein Viertel von ihnen hört während der Schwangerschaft auf zu rauchen.

Nichtraucher*innen sind beim Passivrauchen einer Kombination von Rauch ausgesetzt: dem Rauch, der am glühenden Teil der Zigarette, Pfeife oder Zigarre entsteht (Nebenrauch), und dem Rauch, den die Raucher*innen ausatmen (Hauptrauch). Dabei ist der Nebenrauch teilweise sogar giftiger und schädlicher als der Hauptrauch bzw. enthält er viele der vorhandenen Schadstoffe in höheren Konzentrationen.

Selbst wenn in einem Raucherraum gerade nicht geraucht wird, bleiben viele Giftstoffe des Rauchs an Wänden oder Gegenständen hängen, die dann eingeatmet werden. Es gibt keinen unteren Grenzwert, ab dem Passivrauchen unbedenklich ist. Selbst sehr kleine Mengen können der Gesundheit schaden. Eine rauchfreie Umgebung ist die einzige Möglichkeit, sich vor den Gefahren des Passivrauchens zu schützen.

Sie können das Risiko verringern

Alle Arten von Tabak sind schädlich und machen süchtig. Wasserpfeifen und E-Zigaretten sind ebenfalls schädlich. E-Zigaretten sind zwar weniger krebserregend, führen aber zu Schleimhautreizungen in Mund und Rachen. Der Konsum von E-Zigaretten macht ebenso abhängig wie Tabakrauchen.

Wenn Sie ganz mit dem Rauchen aufhören, verringert sich das Risiko für viele Erkrankungen. Dies gilt auch für Menschen, die viele Jahre lang geraucht haben. Bei Menschen, die mit dem Rauchen aufhören, vergehen 20 Jahre, bevor das Sterblichkeitsrisiko aller Ursachen auf das gleiche Niveau zurückgegangen ist wie bei Menschen, die nie geraucht haben. Schon nach etwa 5 rauchfreien Jahren verbessert sich jedoch das Risikoprofil für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach 10-jährigem Verzicht ist das Risiko für tödlichen Lungenkrebs nur mehr weniger als halb so hoch wie bei Raucher*innen. Zusätzlich sparen Sie nebenher Geld, sind weniger infektanfällig und können eine bessere Kondition entwickeln.

Es gibt viele Möglichkeiten, mit dem Rauchen aufzuhören, und ärztliche Hilfsangebote, die Sie dabei unterstützen.

Weitere Informationen

Autor*innen

  • Markus Plank, MSc BSc, Medizin- und Wissenschaftsjournalist, Wien
  • Natalie Anasiewicz, Ärztin, Freiburg