Rauchen schadet Ihrer Gesundheit

Jedes Jahr verlieren Menschen wertvolle Lebensjahre an die Zigarette. Wer früh angefangen hat zu rauchen, lebt durchschnittlich 23 Jahre kürzer. Wer aufhört zu rauchen, senkt sein Risiko erheblich.

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"Deximed ist für mich eine große Hilfe, um im Praxisalltag schnell aktuelles Wissen zur Therapie oder Diagnostik nachschlagen zu können. Die übersichtliche Struktur ermöglicht es, sogar im Patientenkontakt rasch etwas nachzulesen." - PD Dr. med. Guido Schmiemann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Bremen

Deximed ist ein unabhängiges Arztinformationssystem mit Fokussierung auf die primärärztliche Versorgung. Evidenzbasierte und regelmäßig aktualisierte Artikel zu allen medizinischen Gebieten zeichnen Deximed aus.

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Warum ist Rauchen so ungesund?

Längst ist bekannt, dass Rauchen seinen sozialen Stellenwert verloren hat, denn es schädigt nahezu alle Organe des Körpers und verursacht eine Vielzahl von Erkrankungen.

80–90 % aller Todesfälle durch Lungenkrebs werden durch Rauchen verursacht. Rauchen erhöht das Risiko, an chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) zu erkranken, um das 13-Fache. COPD ist eine Erkrankung, die die Lungenstruktur zerstört und damit u. a. das Atmen erschwert. Rauchen erhöht zudem das Risiko für koronare Herzerkrankungen um mehr als das Zweifache und verdoppelt auch das Risiko für Schlaganfälle.

Tabakkonsum und seine gesundheitlichen Folgen

Gehirn

  • Abhängigkeit
  • Zerebrovaskuläre Erkrankungen (Schlaganfall)

Augen

  • Erblinden
  • Katarakte (grauer Star)
  • Altersbedingte Makuladegeneration

Atemwege

  • Akute Erkrankungen der Atemwege (Lungenentzündung etc.)
  • Chronische Erkrankungen der Atemwege (Atemnot etc.)
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • Tuberkulose
  • Asthma

Zähne und Zahnhalteapparat

  • Parodontose
  • Karies (kausaler Zusammenhang wahrscheinlich)
  • Versagen von Zahnimplantaten (kausaler Zusammenhang wahrscheinlich)

Stoffwechsel

Herz-Kreislauf-System

Magen und Darm

  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (kausaler Zusammenhang wahrscheinlich)
  • Magengeschwüre
  • Aneurysmen der Bauchaorta

Knochen und Gelenke

  • Rheumatische Arthritis
  • Verminderte Knochenstärke bei Frauen nach der Menopause
  • Hüftfrakturen

Fortpflanzung

  • Verminderte Fruchtbarkeit bei Frauen
  • Schwangerschaftskomplikationen
  • Schäden für das Ungeborene und Langzeitfolgen
  • Erektionsstörungen bei Männern

Allgemeine Beeinträchtigungen

  • Beeinträchtigung der Immunfunktion
  • Beeinträchtigung der allgemeinen Gesundheit
  • Beeinträchtigung von Operationserfolgen

Krebspatient*innen

  • Verschlechterung der Gesundheit bei Krebspatient*innen und Überlebenden
  • Erhöhtes Risiko für weitere Krebserkrankungen bei Überlebenden

Rauchen kann viele Arten von Krebs verursachen

Erwiesenermaßen spielt das Rauchen eine Rolle bei der Entwicklung der folgenden Krebsarten:

Gefährlich für das ungeborene Kind

Rauchen erhöht außerdem das Risiko für Unfruchtbarkeit, Frühgeburten, Totgeburten, niedriges Geburtsgewicht und plötzlichen Kindstod.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jedes Jahr 5,4 Millionen Menschen durch kardiovaskuläre Erkrankungen, Lungenkrebs und andere Erkrankungen als Folge von Tabakkonsum sterben. Der Tabakkonsum nimmt in den ärmeren Ländern zu. Es wird außerdem geschätzt, dass die Hälfte der Raucher*innen früher stirbt, als wenn sie nicht geraucht hätten. Tabak ist ein Risikofaktor für 6 der 8 aktuell verbreitetsten Todesursachen.

Auch optisch müssen Raucher*innen Einbußen in Kauf nehmen. Die Haut altert frühzeitig und sieht in späteren Jahren so dünn aus wie Pergamentpapier. Rauchen verengt die Blutgefäße, wodurch die Haut nicht mehr in der Lage ist, genügend Sauerstoff und wichtige Nährstoffe aufzunehmen.

Rauchen führt außerdem zu:

  • verringertem Trainingseffekt und schlechterer sportlicher Leistung
  • höherem Erkrankungsrisiko und langsamerer Genesung
  • erhöhtem Risiko für Erkältungen, Grippe, Bronchitis und Lungenentzündungen
  • Verfärbung der Zähne, Mundgeruch und schlechtem Geruch der Kleidung und der Umgebung, in der Sie rauchen.

Sie können das Risiko verringern

Alle Arten von Tabak sind schädlich und machen süchtig. Wasserpfeifen und E-Zigaretten sind ebenfalls schädlich.

Rauchen schädigt auch andere in Ihrer Umgebung. Hier erfahren Sie mehr zu Passivrauchen.

Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, verringert sich das Risiko für die vielen Erkrankungen, die in diesem Artikel genannt werden. Dies gilt auch für diejenigen, die viele Jahre lang geraucht haben. So verbessert sich schon nach etwa 5 rauchfreien Jahren das Risikoprofil für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach 10-jährigem Verzicht ist das Lungenkrebsrisiko nur mehr um ein Drittel erhöht! Zusätzlich sparen Sie nebenher Geld, sind weniger infektanfällig und können eine bessere Kondition entwickeln.

Es gibt viele Möglichkeiten, mit dem Rauchen aufzuhören, und ärztliche Hilfsangebote, die Sie dabei unterstützen.

Weitere Informationen

Autor*innen

  • Markus Plank, MSc BSc, Medizin- und Wissenschaftsjournalist, Wien
  • Natalie Anasiewicz, Ärztin, Freiburg

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Rauchen. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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  3. Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Tabakentwöhnung bei COPD. AWMF-Leitlinie Nr. 020-005, S3, Stand 2014 (abgelaufen). www.awmf.org
  4. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gesundheitsverhalten und -gefährdungen. Tabak/Rauchen. Abruf am 13.10.2020 www.gbe-bund.de
  5. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Rauchen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland 2014 Ergebnisse einer aktuellen Repräsentativbefragung und Trends. Mai 2015. www.bzga.de
  6. Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (DG-Sucht). S3-Leitlinie Screening, Diagnostik und Behandlung des schädlichen und abhängigen Tabakkonsums. AWMF-Leitlinie Nr. 076-006, S3, Stand 2014 (abgelaufen). www.awmf.org
  7. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung warnt: Risiken von elektrischen Zigaretten nicht unterschätzen! Pressemitteilung der BZgA. 07.03.2019 www.bzga.de
  8. Eichler M. Phänomen E-Zigarette. Eine bevölkerungsrepräsentative Querschnittsbefragung. Medizin studieren, SS 2017: 32 www.aerzteblatt.de
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