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Erst einmal 112 rufen: lebensbedrohliche Notfälle in der Hausarztpraxis

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Das kommt relativ selten vor, aber wenn, dann müssen die Abläufe stimmen: Ein lebensbedrohlicher Notfall mitten im Praxisbetrieb. Im Extremfall müssen erweiterte Maßnahmen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt werden, und ggf. muss ein Kammerflimmern defibrilliert werden. Damit niemand im Team in einer solchen Situation die Nerven verliert und nicht mehr weiß, was zu tun ist, sollten alle gut eingeübt sein und wissen, wo Notfallmedikamente und -ausrüstung stehen. Zuerst muss in einem solchen Fall der Rettungsdienst mit Notarzt angefordert werden. Bis zum Eintreffen des Notarztes, auf den man auch in der Großstadt manchmal mehr als 15 Minuten warten muss, sollte der Patient in der Praxis optimal versorgt werden. In der Praxis sollte die räumliche Möglichkeit bestehen, den Patienten während der Notfallversorgung vom üblichen Praxisgeschehen und neugierigen Blicken abzuschirmen.

Dass ein Patient in der Praxis reanimationspflichtig wird, ist eine Seltenheit. Es kann aber dennoch ein gefährlicher kardiologischer Notfall auftreten: So sollte in einer Hausarztpraxis auch ein akutes kardiales Lungenödem oder ein kardiogener Schock erstversorgt werden können. Mit einer anaphylaktischen Reaktion, entweder von außen kommend, z. B. nach Insektenstich, oder durch eine medikamentöse Maßnahme in der Praxis ausgelöst, ist gar nicht so selten zu rechnen. Man sollte auch hier auf die Durchführung von Sofortmaßnahmen vorbereitet sein.

Im Zweifelsfall sollte man zumindest wissen, wo man nachschauen kann: In unseren entsprechenden Notfall-Artikeln wird unter anderem die Notfallversorgung beim Krampfanfall oder Status epilepticus, beim schweren Asthmaanfall bei Kindern und Erwachsenen, beim Lungenödem, beim hypovolämischen und sonstigen Schock, bei Anaphylaxie, auch bei größeren Verbrennungen und bei der seltenen, aber dann lebensbedrohlichen, Addison-Krise dargestellt.

Marlies Karsch, Chefredakteurin

 

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