2018-W39

STIKO-Impfempfehlungen: Was ändert sich?

Ende August hat die STIKO neue Impfempfehlungen veröffentlicht. Im Vergleich zu den Empfehlungen vom Vorjahr 2017/2018 gibt es einige Änderungen: Am aktuellsten ist, jetzt zum Herbstbeginn, die neue Empfehlung, die Grippeimpfung mit einem quadrivalenten Impfstoff vorzunehmen. Kinder und Jugendliche ab 2 Jahren können bis zum 17. Lebensjahr alternativ mit intranasal zu applizierendem Lebendimpfstoff geimpft werden.

Offiziell tritt jetzt auch die schon im Juni dieses Jahres ausgesprochene Empfehlung in Kraft, auch Jungen im Alter von 9–14 Jahren gegen humanes Papillomavirus (HPV) zu impfen. Die Impfung kann bis zum vollendeten 17. Lebensjahr nachgeholt werden. Damit soll nicht nur die Infektionsrate von Mädchen und Frauen mit onkogenen Papillomaviren und damit das Auftreten von Zervix-Präkanzerosen und Zervixkarzinom reduziert werden. Auch der Krankheitslast HPV-induzierter Tumore bei Männern, wie Peniskarzinom, Analkarzinom oder Oropharynxkarzinom, sowie dem Auftreten von Condylomata acuminata soll entgegengewirkt werden. Die Impfung kann laut STIKO auch bei Frauen und Männern über 17 Jahren durchgeführt werden, allerdings bei geringerer Wirksamkeit und nach individueller Prüfung der Impfindikation. Laut Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses zur HPV-Impfung vom 20. September ist diese Impfung auch bei Jungen Kassenleistung.